| Baskenland |
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Zwei Tote bei Anschlag in Südspanien ETA
für Bombenattacke verantwortlich gemacht. Madrid will baskische Partei
Batasuna verbieten Die Explosion der aus etwa 50 Kilogramm Dynamit bestehenden Bombe brachte Teile der Kaserne zum Einsturz. Über 140 Menschen wurden aus den umliegenden Gebäuden evakuiert. Die beschädigten Häuser müssen wohl abgerissen werden. Sollte sich bestätigen, daß ETA die Bombe gelegt hat, dann hätte die baskische Untergrundorganisation mit diesem Anschlag die Konfrontation mit Madrid gleich doppelt zugespitzt. Hatten die ETA-Kommandos bisher frühzeitig vor den Autobomben gewarnt, hätten sie diesmal auf Warnanrufe verzichtet. Damit hätte die ETA versucht, gezielt Guardia-Civil- Mitglieder oder deren Angehörige zu töten und zufällige Opfer billigend in Kauf genommen. Seit März hatte die ETA keinen tödlichen Anschlag mehr durchgeführt. Mit dem Anschlag in einem belebten Badeort hätte die ETA demnach ihre operative Fähigkeit unter Beweis stellen wollen und der angeschlagenen spanischen Ökonomie weiter Schaden zugefügt. Dies spräche für ihre Täterschaft. Seit langem warnt die baskische Gruppe Touristen vor Reisen nach Spanien. Der in diesem Jahr ohnehin schwache Urlauberstrom wird sich weiter verkleinern, da die spanische Regierung den bewaffneten Separatisten nicht Einhalt gebieten kann. Die Spanien regierende Volkspartei (PP) kündigte unterdessen an, daß sie die baskische Partei Batasuna verbieten will, wenn diese das »Massaker« der ETA nicht verurteilt. Ministerpräsident José Maria Aznar erklärte am Montag deutlich, das neue Parteiengesetz sehe das Verbot in dem Fall vor: »Ich hoffe und erwarte, daß dies unverzüglich umgesetzt wird«. Der Direktion von Batasuna kündigte Aznar die Inhaftierung an: »Ich bin nicht bereit, weiter Opfer zu begraben, während dieser menschliche Müll, die Führer von Batasuna, frei herumlaufen«. Diese seien wie die Kommandos der ETA für die Opfer verantwortlich. Ralf
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