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Generalangriff
gegen baskische Unabhängigkeitsbewegung
Die
paramilitärische Guardia Civil hat heute morgen (20.02.03) mehrere
Wohnungen und die Räume der baskischen Tageszeitung "Euskaldunon
Egunkaria" durchsucht und mehrere Leute festgenommen, darunter auch
der Direktor der Zeitung, Martxelo Otamendi. Egunkaria ist die einzige
Tageszeitung in baskisch, erscheint seit mittlerweile 12 Jahren mit heute
einer täglichen Auflage von etwa 15.000 Exemplaren. Daneben gibt
es eine Homepage (www.egunkaria.com), auf der jeden Tag auch eine englische
Ausgabe der Zeitung erschien. Die Homepage wurde auch geschlossen. die
Zeitung soll in die Finanzstruktur von ETA eingebunden sein. Es ist das
gleiche Konstrukt wie beim Verbot
der Tageszeitung Egin im Jahre 1998.
Gleichzeitig mit den Durchsuchungen bei Egunkaria wurde auch die Zentrale
der baskischen Schulen in Donostia - San Sebastian und eine Lokalzeitung
durchsucht sowie die Kulturzeitschrift "Jakin" (Wissen) wurde
gestürmt
Seit Tagen laufen im Baskenland Razzien. Etwa 30 Menschen wurden verhaftet.
Anschuldigungen gegen diese vom Montag und Dienstag: Unterstützung
der Kale Borroka (Strassenkampf). Sie wurden von der baskischen Polizei
verhaftet und nach Madrid geschafft, darunter auch mehrere Kinder.
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Mehr
Infos
Gestern
hat die Nationalpolizei etliche Jungendliche verhaftet, die angeblich
mit der ETA zu tun haben. Bei allen Verhafteten besteht Foltergefahr,
allerdings hat die baskische Regierung die Verhafteten vom Montag und
Dienstag eine Untersuchung durch einen Arzt durchführen lassen, das
macht die Folter in Madrid schwerer.
Alles spricht dafür, dass dies mit dem Scheitern des Batasuna-Verbotsverfahren
zusammenhängt. Zeugenaussagen (u.a. von Guardia Civil-Beamten) haben
die Vorwürfe gegen Batasuna nicht bestätigt, was ein Verbot
schwierig macht. Alle Vorwürfe wurden entkräftet. Das einzige,
was jetzt noch bleibt ist ein Verbot auf der Grundlage, dass eine Partei
etwas nicht tut. Ein eigenartiges Konstrukt, eine Partei zu verbieten,
weil sie etwas nicht tut. In dem Fall Batasuna geht es ja um das "Nichttrauern"
um die Opfer von Anschlägen. Es bleibt abzuwarten, ob sie damit durchkommen.
Dazu ist ein Artikel
in der heutigen Jungen Welt.
Bitte
protestiert bei offiziellen Stellen!

Schreibt Protestbriefe, -faxe und -mails. Nervt auch die deutschen Behörden.
Adressen gibt es H
I E R!
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Bilder
von der Stürmung der Egunkaria-Redaktionsräume und erste Proteste
Egunkaria
aurrera!
Freiheit für Egunkaria!
Lasst sie wissen, dass so etwas nicht unbemerkt bleibt!
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