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Antifaschismus ist notwendig
und nicht kriminell
Am 10.11.2004 wurde eine Gruppe von AntifaschistInnen auf der Donnersberger
Brücke in München nach einer angeblichen Auseinandersetzung
mit FaschistInnen wegen gefährlicher Körperverletzung
und Landfriedensbruch festgenommen. Sie wurden für 20 Stunden
festgehalten, es kam zu Hausdurchsuchungen, zu Blutentnahmen und
DNA-Analysen und es wurden Schuhe, Kleidungsstücke sowie PCs
und Datenträger beschlagnahmt. Medien und Polizei versuchen
jetzt einen organisierten Überfall zu konstruieren. Für
die laufenden Verfahren benötigen die Betroffenen eure Solidarität!
Deswegen spendet auf folgendes Konto unter dem Stichwort Donnersberger
Brücke.
Rote
Hilfe e.V. OG München
"Donnersberger Brücke"
Kto 220 16 803
BLZ 700 100 80
Postbank München
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| ILPS-Mitglied
gefoltert
Ein
Mitglied der ILPS (Internationale Liga Für Den Kampf Der Völker),
Mitarbeiterin der türkischen Sektion, Aliyah Elisabeth BRUNNER,
wurde in Istanbul, am 19.April 2004, von verdeckten Ermittlern der
türkischen Polizei (Anti-Terror-Einheit; Istanbul), körperlich
und sexuell misshandelt.
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Pressemitteilung |
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| [müchen
| madrid] |
05.11.2003 |
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Deutschland
schiebt Basken nach Spanien ab
Eilig
haben die Behörden in Bayern am 05.11.2003 den Basken Paolo
Elkoro an
Spanien ausgeliefert. Der 30jährige war im Januar in Nürnberg
verhaftet worden.
Angeblich soll er die baskische Untergrundorganisation ETA unterstützt
haben.
Er saß bis zu seiner Überstellung nach Madrid im Gefängnis
von München
Stadelheim. Ende Oktober hatte das Bundesverfassungsgericht es abgelehnt,
seinen Widerspruch gegen die Auslieferung zu behandeln. Sein Anwalt
hatte argumentiert, das Nürnberger Oberlandesgericht habe sich
in seinem Urteil nicht mit der Beweisbeschaffung befasst. Elkoro
wird nur durch Aussagen einer Person belastet, die vor dem Ermittlungsrichter
zurückgenommen wurden. Dafür zeigte der Betroffene an,
während der fünftägigen Kontaktsperre gefoltert worden
zu sein. Für Elkoros Anwalt verstießen die Richter damit
gegen die Antifolterkonvention der UNO, die ein Beweisverwertungsverbot
bei Folter vorsieht. Sie hätten sich nicht einmal die Folteranzeige
des Betroffenen übersetzen lassen und so getan als seinen die
belastenden Aussagen vor einem spanischen Richter gemacht worden,
hatte Elkoro kritisiert. Aus Protest gegen seine Auslieferung und
der möglichen drohenden Folter ist er sofort wieder in den
Hungerstreik getreten. Den ganzen September über hatte er mit
einem Hungerstreik gegen seine Auslieferung protestiert und erklärt,
Deutschland mache sich erneut mitschuldig an der Folter und der
Unterdrückung der Basken.
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mehr infos [www.intsol.de/paulo]
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| [duisburg
| palästina] |
07.10.2003 |
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| Informationsveranstaltung
Die palästinensischen politischen Gefangenen
unter israelischer Besatzung
Am
07.10.2003 fand in Duisburg eine Veranstaltung unter dem Titel "Die
palästinensischen politischen Gefangenen unter israelischer
Besatzung" statt. Der Initiativ e.V. - Verein für Demokratie
und Kultur von unten hatte Mahmoud Hassan, Anwalt von Addameer,
eingeladen, der sich auf einer Rundreise in Deutschland befand.
Eine Zusammenfassung der Veranstaltung:
"Guten
Abend, ich heiße Mahmoud Hassan und arbeite in der Organisation
Addameer in Palästina. Addameer ist eine nicht-staatliche Organisation
(NGO), die 1992 von Anwälten, die in diesem Bereich tätig
sind, gegründet wurde. Ziel der Organisation ist die Unterstützung
von arabischen und palästinensischen politischen Gefangenen.
Wir organisieren die Verteidigung vor Gericht und versuchen, den
Angehörigen der Gefangenen die Möglichkeit zu geben, sie
zu besuchen. Wir arbeiten mit internationalen Organisationen zusammen,
z.B. Amnesty International. Addameer gibt regelmäßig
Berichte über die Lage der politischen Gefangenen heraus. In
diesen Berichten werden alle Gefangenen mit Namen, Alter und das
Gefängnis, in dem sie sich gerade befinden, aufgeführt.
Seit der Gründung von Addameer haben wir bis heute Tausende
von politischen Gefangenen vor Gericht verteidigt. [...]"
»
gesamte Zusammenfassung
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| Schluss
mit den Angriffen auf islamische Einrichtungen!
Schluss mit der Diskriminierung von Muslimen!
Spätestens
seit dem 11. September 2001 sehen sich muslimische Menschen in Deutschland
zunehmender Repression ausgesetzt:
Zwischen November 2002 und Februar 2003 gingen beim Bezirksamt Berlin-Neukölln
fünf Anträge auf die Einrichtung von islamischen Kulturzentren
mit Gebetsräumen ein. Alle wurden vom Bezirksamt abgelehnt,
"aus Rücksicht auf das Wohnumfeld". Die Anwohner
würden den Autoverkehr der Gläubigen und "das massierte
Auftreten" arabischer Jugendlicher nicht tolerieren. Der Bezirk
müsse gegen eine "Getto-Bildung" vorgehen. Hier werden
antiarabische und antiislamische Vorurteile bedient, Moslems und
Araber als Menschen zweiter Klasse behandelt mit dem Ergebnis, dass
Gräben zwischen arabischen Muslimen und Deutschen herbeigeredet
und vertieft werden.
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| Prozess
gegen Verfassungsschutz NRW
Verwaltungsgericht
Düsseldorf entscheidet über schwere Verletzung von Persönlichkeitsrechten
und Datenschutz durch Geheimdienst
Worum
geht es?
Im Februar 2000 veröffentlichte der Verfassungsschutz NRW auf
seiner Internetseite eine umfangreiche Broschüre unter dem
Titel "Von den Bergen in die Metropole. Motive Denkstrukturen
und Ziele deutscher Kurdistanbrigadisten."
Neben anderen Materialien beinhaltete die Broschüre ein komplettes
persönliches Tagebuch der Internationalistin Anja F. über
ihre Guerillazeit. Das Tagebuch war bei einer Hausdurchsuchung am
5. Februar 1998 durch das Bundeskriminalamt (BKA) beschlagnahmt
worden war. Das BKA ermittelte gegen die Frau mit dem Vorwurf angeblicher
Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung (§129 a
StGB). Das Verfahren wurde 2001 ergebnislos als unbegründet
eingestellt.
Freitag,
den 04.04.2003 | 09.00 Uhr
Raum 243 | Verwaltungsgericht Bastionstrasse 39
Düsseldorf
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| 18.
März
Tag der politischen Gefangenen
Gegen
ihren Krieg unsere Solidarität und unser Widerstand!
Freilassung aller politischen Gefangenen weltweit!
Der
18.März hat als internationaler Kampftag für die Freilassung
der politischen Gefangenen eine lange Tradition in der revolutionären
Bewegung. Entstanden in den Tagen der Pariser Kommune (1871) hat
die Internationale Rote Hilfe diesen Tag in den 20er Jahren des
letzten Jahrhunderts weitgehend durchgesetzt. Die durch Faschismus
und Antikommunismus verdrängte Tradition wurde erst Mitte der
90er Jahre von einigen Initiativen wieder aufgegriffen. Wir wollen
auch in diesem Jahr mit vielfältigen Aktionen um den 18.März
diesen Tag dazu beitragen, unsere Solidarität mit den revolutionären
politischen Gefangenen weltweit auszudrücken.
im
Aufruf:
Weltweiter Widerstand | Beispiel Baskenland | GlobalisierungskritikerInnen
| Gefangenenwiderstand
-
Solidarität ist eine Waffe!
- Ein Angriff gegen Eine/n von uns, ist ein Angriff auf Alle!
- Weg mit EU - und USA-Terrorliste!
- Freilassung aller Gefangenen aus den internationalen Klassen-
und Befreiungskämpfen!
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Aufruf lesen
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| Massive
Demonstration für
Amnestie im Baskenland
Mehrere
10.000 Menschen haben in Donostia - San Sebastian eine Demonstration
für eine Amnestie der politischen Gefangenen und für die
Freiheit des Baskenlandes beendet. Die massive Demonstration richtet
sich auch gegen die Pläne der spanischen Regierung die Strafen
für baskische politische Gefangene zu verschärfen. Damit
lenkt die faschistoide Regierung unter Jose Maria Aznar von der
Umweltkatastrophe in Galicien ab.
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Aznar
will von
Umweltkatastrophe ablenken Die
spanische Regierung benutzt den baskischen Konflikt, um von ihren
fatalen Entscheidungen um den gesunkenen Öltanker Prestige
abzulenken. Auf einer Kabinettssitzung hat die Regierung von Jose
Maria Aznar gestern (Fr.) in Madrid eine Verschärfung des Strafrechts
beschlossen. Verurteilte Mitglieder der baskischen Separatistenorganisation
ETA sollen künftig Strafen bis zu 40 Jahren absitzen, und das
bis zum letzten Tag. Bisher liegt die Grenze bei 30 Jahren. Vergünstigungen
sollen an ein Abschwören oder an einen Beitrag zur Bekämpfung
der ETA geknüpft werden. Justizminister, José María
Michavila, hatte nach einer Präsidiumssitzung der Volkspartei
(PP) erklärt, "die vollständige Verbüßung
der Strafe" für baskische Gefangene sei nötig, damit
sich die "Wiedereingliederung in die Gesellschaft nicht zur
Wiedereingliederung in den Terrorismus entwickelt".
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| Neuer
Hungerstreik in den Gefängnissen seit dem 19. Dezember
Das
Todesfasten der politischen Gefangenen in den türkischen Gefängnissen
dauert seit drei Jahren an. Bei diesem Widerstand haben bis zum
heutigen Tag 103 Personen ihr Leben verloren. Das Todesfasten wird
weiterhin von der DHKP-C und der TKEP-L fortgesetzt.
In Namen der Gefangenen, der Parteien und Organisationen DHKP-C,
TKP(ML)-TIKKO, TIKB, MLKP, KAWA, TDP, THKP/C-HDÖ und PKK-DCS
erklärten ihre Vertreter Ercan Kartal, Cemal Cakmak, Kenan
Güngör, Yunus Aydemir, Mehmet Imamas, Aytunc Altundal,
Tuncay Kurtbas, Erol Kangal, dass am 19. Dezember mit einem unbefristeten
Hungerstreik aller Gruppen begonnen wurde.
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| Anschlag
der ETA in Madrid verhindert
Die
Guardia Civil hat offenbar einen geplanten Anschlag der baskischen
Separatistenorganisation ETA in der spanischen Hauptstadt Madrid
vereitelt. Als die Beamten an einer Tankstelle die Insassen eines
Wagens etwa 30 Kilometer vor Madrid überprüfen wollten,
kam es am Dienstag Nachmittag zu einem Schusswechsel bei dem ein
Beamter verletzt und sein Kollege getötet worden ist. Auch
ein mutmaßliches Mitglied der ETA wurde dabei schwer verletzt
verhaftet, während sein Begleiter zunächst fliehen konnte.
Er wurde nach eine Verfolgungsjagd noch in der selben Nacht in San
Sebastian verhaftet.
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| Protestaktion
im Reichstag
Ca.
15 Aktivisten des Solidaritätskomitee mit den politischen
Gefangenen in der Türkei besetzten am Dienstag, den 17.12.2002
die Eingangshalle des deutschen Reichstages in Berlin. Sie spannten
ein Transparent auf, das aufforderte sich mit den todesfastenden
Gefangenen in der Türkei zu solidarisieren und sich gegen die
Isolationsfolter zustellen.
Die Demonstranten skandierten Parolen, wie Schluss mit dem
Massaker in der Türkei!, Freiheit für alle
politischen Gefangenen! und Isohaft ist Folter! Isohaft
ist Mord! Weg mit dem F-Typ jetzt sofort!. Sie erklärten
den Anwesenden den Grund für diese Aktion und verteilten Flugblätter
an die Besucher, soweit dies trotz des harten Durchgreifens der
Polizei noch möglich war.
Die Aktion dauerte rund 10 Minuten. Die vorher informierte Presse
beobachtete das Geschehen von der Eingangstüre aus. Die Aktivisten
wurden festgenommen und in das hauseigene Polizeirevier gebracht.
Nach stundenlangem Festhalten und Pöbeleien der Polizei, wurden
die Demonstranten freigelassen. Ihnen wurde eröffnet, dass
gegen sie nun Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch, Verstoß
gegen das Versammlungsgesetz und Verstoß gegen die Bannmeile
gestellt wird.
[von:
IKM - Izolasyon Iskencesine Karsi Mücadele Komitesi -
Komitee gegen Isolationshaft - Hamburg]
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| Festnahmen
in England als Geste an das folternde und mordende Regime in der Türkei
In
den frühen Morgenstunden wurde am 11.12.2002 das Informationsbüro
der DHKC (Revolutionäre Volksbefreiungsfront) in London von
der Polizei gestürmt, insgesamt 6 Menschen wurden unter dem
Vorwand des Terrorismus-Paragraphen festgenommen.
Diese so kurz vor dem EU-Gipfel in Kopenhagen stattgefundene Polizeioperation
ist eine Geste an das folternde Regime in der Türkei, das zum
Mitglied der EU werden soll. Sowohl England, als auch die USA wollen
ein Regime in Europa integrieren, das foltert und vergewaltigt.
Damit machen sie sich an den Verbrechen des Folterstaates mitschuldig.
Dies ist ein Angriff auf das demokratische Recht, sich zu organisieren.
Während der Staat Türkei, der, um nur einige seiner Verbrechen
aufzuzählen, für Folter, Verschwindenlassen, Massaker
und Vergewaltigung bekannt ist, von der amerikanischen und britischen
Regierung unterstützt wird, entzieht man der demokratischen
Opposition jegliches Recht, sich über diese Verbrechen zu äußern
und sich zu organisieren.
Der Staat Türkei besitzt keinerlei Legitimität. Legitim
ist stattdessen der demokratische Kampf der unterdrückten Völker
gegen dieses Folterregime.
Wir fordern die britische Regierung auf, die Festgenommenen sofort
freizulassen und ihre Unterstützung an die türkische Regierung
einzustellen!
Richtet
euern Protest an:
Britische Botschaft
Wilhelmstraße 70
10117 Berlin
Tel. 030/ 20 18 40
Fax 030/ 20 18 41 58
Fax 030/ 20 45 75 74
[von:
IKM - Izolasyon Iskencesine Karsi Mücadele Komitesi -
Komitee gegen Isolationshaft - Hamburg]
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| Murat
Kösen von Abschiebung bedroht
Murat
Kösen droht am 17. Dezember die Abschiebung in die Türkei.
Aus Furcht vor seiner Abschiebung und einer möglichen Festnahme,
ist der kurdische Jugendliche in der Abschiebehaftanstalt Büren
in der vergangenen Woche in einen erneuten Hungerstreik getreten.
Weil
viele seiner Verwandten der PKK-Guerilla angehörten und er
in der Türkei wegen Unterstützung der PKK Repressionen
ausgesetzt war, ist Murat Kösen geflohen und konnte im April
2001 in die Bundesrepublik Deutschland einreisen. Hier war er nach
seinen Angaben für die Jugendorganisation der PKK verantwortlich
tätig gewesen, hat Hungerstreiks und Demonstrationen organisiert
und geleitet sowie Ordnertätigkeiten bei Veranstaltungen wahrgenommen.
Bei der Staatsanwaltschaft Dortmund ist gegen den Jugendlichen gerade
wegen seiner politischen Aktivitäten ein Verfahren wegen des
Verstoßes gegen das Vereinsgesetz anhängig. Dennoch lehnte
das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge
seinen Asylantrag im Januar 2002 unanfechtbar ab. Eine Beiziehung
der Akten der Staatsanwaltschaft Dortmund hatte das Bundesamt unterlassen.
Am 1. Oktober 2002 wurde Murat Kösen in Gelsenkirchen festgenommen.
Einen von seinem Rechtsanwalt eingereichten Asylfolgeantrag hat
das Bundesamt mit Bescheid vom 25. November ebenfalls abgelehnt.
Nun wird das Verwaltungsgericht Karlsruhe über einen Eilantrag
entscheiden müssen.
Das
Bundesamt behauptet, die exilpolitische Betätigung von Murat
Kösen rechtfertige keinen Abschiebeschutz, weil hierzu "nur
exponierte Tätigkeiten" zu zählen seien. Deshalb
müsse er im Heimatstaat nicht mit einer "politischen Verfolgung
asylerheblicher Intensität" rechnen.
Diese
Beurteilung widerspricht allerdings der Wirklichkeit vor dem familiären
Hintergrund von Murat Kösen, seiner Aktivitäten in der
Türkei und in Deutschland. AZADI fordert die sofortige Freilassung
und asylrechtliche Anerkennung des Jugendlichen.
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| [baskenland/chiapas] |
12.12.2002 |
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Basken
erregen Streit - Subcomandante Marcos vs. Ermittlungsrichter Garzón
Nach
einem hin und her offener Briefe erklärte sich Subcomandante
Marcos zu einem Gespräch mit Ermittlungsrichter Baltasar Garzón
bereit. Parallel sollen im Baskenland alle am Konflikt beteiligten
über eine Lösung reden. Die ETA soll dafür ihre Waffen
ab dem 24.12. für ein halbes Jahr ruhen lassen.
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| Solidarität
mit unserem baskischen Genossen José Antonio Egido, "Takolo"
Gerade
bekamen wir die Nachricht von der Anklage unseres baskischen Genossen
José Antonio Egido, Takolo, einem außergewöhnlichen
Aktivisten der baskischen Unabhängigkeitsbewegung und Führer
der Baskischen Kommunisten (EHK) - einer kommunistischen Strömung
innerhalb der Baskischen Nationalen Befreiungsbewegung (MLNV) -
sowie seit Jahren ein enger Mitarbeiter der internationalen Antiimperialistischen
Koordination bei zahlreichen Aktionen in Verteidigung der unterdrückten
Völker gegen den Imperialismus und, gemeinsam mit anderen Genossen
der EHK, Botschafter des baskischen Befreiungskampfes auf den Antiimperialistischen
Sommercamps. Takolo befindet sich unter den 21 Basken, die von dem
Richter Baltasar Garzón wegen "Mitgliedschaft in einer
Terroristischen Vereinigung" angeklagt sind. (siehe
Aufruf von EHK)
Wir kennen Takolo seit den schwersten Zeiten für die Antiimperialisten,
als während des Jugoslawienkrieges, nur wenig Stimmen in Verteidigung
der unterdrückten und angegriffenen Völker zu hören
waren. Eine unter ihnen war die von Takolo. Seither haben wir in
vielen Kampagnen gegen die "humanitären Kriegen"
und nun gegen den "Krieg gegen den Terrorismus" zusammengearbeitet.
Takolo war dabei immer ein Beispiel für den traditionellen
Internationalismus der baskischen Befreiungsbewegung, dem er sich
seit seiner Leitung der internationalen Abteilung der Partei Herri
Batasuna verpflichtet fühlte und in den letzten Jahren durch
seine Arbeit für den Aufbau der Baskischen Kommunisten weiterführte.
Sein antiimperialistisches Engagement hat ihn zu einem logischen
Ziel der Offensive des spanischen Staates gegen die Basken, gegen
die Kommunisten der EHK und alle revolutionären und fortschrittlichen
Organisationen des Baskenlandes gemacht.
Wir rufen alle demokratischen und antiimperialistischen Organisationen
und Personen auf, sich mit Takolo zu solidarisieren und die sofortige
Einstellung der Verfolgung zu fordern.
Wir rufen alle auf, Solidaritätsschreiben an Takolo zu richten:
Euskal Herriko Komunistak
(Kopie an Antiimperialistischen
Koordination zum übersetzen)
Die
Verfolgung von Takolo ist ein Angriff auf alle Antiimperialisten!
Die Offensive gegen die Basken ist eine Aggression gegen alle unterdrückten
und kämpfenden Völker!
Im Baskenland wir die Demokratie in Europa verteidigt!
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| [sachsen-anhalt] |
11.12.2002 |
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| 129a-Verfahren
gegen linke Szene in Sachsen-Anhalt Auf
Geheiß des Generalbundesanwalts sind in Quedlinburg und Magdeburg
am 27.11.2002 zwei Personen festgenommen worden, denen nach §129a
Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen
wird. Angeblich seien sie Mitglieder einer Gruppe namens "kommando
freilassung aller politischen gefangenen" und sollen am 18.
März 2002 an zwei Brandanschlägen gegen Polizeieinrichtungen
in Magdeburg beteiligt gewesen sein. Die beiden Beschuldigten wurden
bereits dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt.
Sie sitzen nun in Untersuchungshaft. Bereits seit einigen Wochen
wird die linke Szene Magdeburgs durch die Polizei massiv observiert.
Im Zusammenhang mit den Verhaftungen kam es zu vier Wohnungsdurchsuchungen
im Umfeld der Betroffenen. Am Morgen des 27. Novembers wurde die
in Magdeburg verhaftete Person auf offener Straße überfallartig
festgenommen und seine Wohnung ohne Durchsuchungsbefehl angeblich
wegen Gefahr in Verzug durchsucht. Dabei kam es zur Beschlagnahme
einiger Gegenstände. Zeitgleich wurde eine zweite Magdeburger
Wohnung und Wohnungen in Quedlinburg und Berlin durchsucht. Auch
hier wurden Sachen beschlagnahmt. Um gegen die Verhafteten ein Verfahren
aufgrund §129a einleiten zu können, brauchen die Behörden
wenigstens eine dritte verdächtige Person. Daher ist davon
auszugehen, das weitere Ermittlungen folgen und es zu weiteren Durchsuchungen
und Verhaftungen kommen kann. In der Vergangenheit wurde der §129a
oft benutzt, um funktionierende linke Strukturen zu kriminalisieren,
zu illegalisieren und um ganze linke Szenen zu zerschlagen (z.B.
in Göttingen oder Passau). Die Ermittlungen in Magdeburg reihen
sich ein in die Versuche von Polizei und Politik, mittels Repression
die Linke in Magdeburg zu schwächen. Beispiel hierfür
ist auch die Räumung des linken Zentrums "Ulrike"
am 01. 09. 2002. Weitere Informationen zum Verfahren sowie zu Unterstützungsmöglichkeiten
werden folgen. Für alle Fälle gilt: Spekulationen können
nur schaden!
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| Kurdischer
Politiker Ali Z.
in Bonn festgenommen
Am
6. Dezember 2002 wurde der kurdische Politiker Ali Z. von Beamten
des Bundeskriminalamtes (BKA) in Bonn festgenommen. Ihm wird vorgeworfen,
Mitglied und Funktionär der in Deutschland als "kriminelle"
Vereinigung (§ 129 StGB) eingestuften Arbeiterpartei Kurdistans,
PKK, zu sein. In dieser Eigenschaft soll er die Deutschland-Region
Nordwest vertreten haben und darüber hinaus für Besetzungsaktionen
im Februar 1999 verantwortlich gewesen sein. Weltweit protestierten
Kurdinnen und Kurden seinerzeit gegen die völkerrechtswidrige
Verschleppung des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan aus Kenia
in die Türkei. So fanden auch in der Bundesrepublik Deutschland
in zahlreichen Städten Mahnwachen, Demonstrationen oder Besetzungen
von griechischen und kenianischen Konsulaten, Reisebüros und
Parteizentralen statt. Bei Protesten am israelischen Generalkonsulat
in Berlin wurden drei Kurden und eine Kurdin von israelischen Wachleuten
erschossen und zahlreiche Demonstrierende zum Teil schwer verletzt.
Im
Anschluss an die Festnahme von Ali Z. fand bei Familienangehörigen
eine Wohnungsdurchsuchung statt, in deren Verlauf diverse Gegenstände
beschlagnahmt worden sind. Ali Z. befindet sich in der JVA Köln
in Untersuchungshaft.
Ungeachtet
grundlegender struktureller und strategischer Veränderungen
der kurdischen Bewegung, der Auflösung der PKK im April 2002
und der Gründung des "Kongresses für Demokratie und
Freiheit in Kurdistan", setzen bundesdeutsche Behörden
ihre Strafverfolgungspraxis gegenüber kurdischen Politikern
fort.
AZADI
protestiert gegen die anhaltende Kriminalisierung politischen Handelns
und fordert statt dessen, die Anstrengungen der Kurd(inn)en um Demokratisierung
und Neubestimmung im Sinne friedlicher und politischer Lösungskonzepte
anzuerkennen und den Weg des Dialoges einzuschlagen. Das Betätigungsverbot
der PKK, das seit nunmehr neun Jahren besteht, ist überholt
und muss endlich aufgehoben werden.
[AZADÎ
Rechtshilfefonds für Kurdinnen und Kurden in Deutschland e.V.
Pressemitteilung
9. Dezember 2002]
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| Großrazzia
gegen Kurden
München: Vereinsräume verwüstet und über
30 Wohnungen von Polizei gestürmt
In einer großangelegten Durchsuchungsaktion hat der Münchner
Staatsschutz am Donnerstag ab sechs Uhr früh stundenlang den
kurdischen Kulturverein Med-Kulturhaus in der Landsberger Straße
139 sowie über 30 Privatwohnungen von Vereinsmitgliedern durchsucht.
Dabei wurde eine Vielzahl von Computern, Mobiltelefonen, Faxgeräten
und Zeitschriften beschlagnahmt. An der Razzia waren mindestens
150 Beamte beteiligt.
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| [baskenland/schweiz] |
07.11.2002 |
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| Freiheit
für Gabriele Kanze!
Keine Auslieferung an den spanischen Folterstaat!
Gabriele
Kanze, deutsche Staatsbürgerin, wurde am 14.3.02 bei ihrer
Einreise in die Schweiz von der Schweizer Polizei verhaftet. Gegen
sie liegt seit 1994 ein internationaler Haftbefehl wegen Unterstützung
des ETA-Kommandos Barcelona vor. Der Vorwurf lautet, dass sie eine
Wohnung gemietet haben soll, die von Mitgliedern des Kommandos genutzt
wurde. Diese Hinweise wurden nach der Verhaftung eines Kommandomitglieds
unter Folter erpresst. Nach internationaler Abkommen sind Aussagen,
die unter Folter zustande kommen, unrechtmäßig.
Zum
Zeitpunkt ihrer Verhaftung lebte und arbeitete Gabriele in Berlin.
Seit 1994 konnte sie die BRD aufgrund des internationalen Haftbefehls
nicht verlassen, ohne Gefahr zu laufen, verhaftet zu werden. Deutschland
hatte damals, aufgrund der dürftigen Beweislage, darauf verzichtet,
Gabriele gerichtlich zu belangen.
Seit
ihrer Verhaftung befindet sie sich im Flumser Untersuchungsgefängnis
(Kanton St. Gallen). Die spanischen Behörden haben Ende April
ein ordentliches Auslieferungsgesuch gestellt und das schweizerische
Bundesamt für Justiz hat diesem am 9. August erstinstanzlich
stattgegeben.
Allerdings wurde die Auslieferung inzwischen nach Intervention ihres
Anwaltes Marcel Bosonnet ausgesetzt. Der UNO-Ausschuss gegen Folter
wurde eingeschaltet und das Verfahren gestoppt. Zudem hat ihr Anwalt
einen Asylantrag für Gabriele Kanze gestellt, da ihr in Spanien
Folter drohe.
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| Internationale
Demonstration
Gegen die "Schwarze
Liste" der EU
Einen
besonderen Akzent auf den weltweiten Aktionstag gegen einen Angriff
auf den Irak setzten am Sonnabend antiimperialistische Gruppen in
Brüssel. Vertreter von Befreiungsbewegungen aus verschiedenen
Kontinenten wandten sich auf einer Pressekonferenz im Europaviertel
der belgischen Hauptstadt gegen die Kriminalisierung linker und
revolutionärer Bewegungen durch die USA und die Europäische
Union. »Weg mit den Terrorlisten von EU und USA«, war
über dem Podium zu lesen. »Auf diesen Listen sind neben
einigen wenigen islamischen Organisationen vor allem Gruppierungen
aufgeführt, die gegen den Kapitalismus und Imperialismus kämpfen«,
erklärte ein Sprecher des Bündnisses zu Beginn der Pressekonferenz.
Als Beispiel führte er die FARC aus Kolumbien und die DHKP-C
aus der Türkei an. [...]
Nach
der Pressekonferenz zogen mehrere hundert Demonstranten durch die
Brüsseler Innenstadt und bekräftigten ihre Forderung nach
Abschaffung aller Terrorlisten. Nach Zwischenkundgebungen vor der
türkischen und der US-amerikanischen Botschaft fand vor dem
Justizpalast die Abschlußkundgebung statt. [...]
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die ersten Bilder
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Aufruf und UnterstützerInnenliste
|
| [türkei/kurdistan] |
22.10.2002 |
|
| Sehit
Ronahî - Andrea Wolf
Andrea
Wolf - Ronahî - wurde am 22.10.1998 in der Provinz Catak im
Norden Kurdistans bei einer Operation der türkischen Armee
von Sicherheitskräften gefangengenommen und anschließend
hingerichtet. Andrea hat einen Weg aufgezeigt, wie der Kampf gegen
Krieg und Faschismus geführt werden kann. Andrea ist gefallen.
Sie war eine Kämpferin. Aufgeben war nie ihre Sache. Statt
zu lamentieren, hat sie gehandelt. Sie wußte, dass nur, wer
sich auf Widersprüche einläßt und auch riskiert,
Fehler zu machen, neue Erfahrungen machen und aus ihnen lernen kann.
Unsere Aufgabe ist, Andreas Kraft, ihren Mut, ihre Entschlossenheit,
ihre Liebe für die Menschheit und für den Freiheitskampf
der Völker, weiterzutragen.
Es
lebe die internationale Solidarität!
Unsere gefallenen Revolutionärinnen
und Revolutionäre sind unsterblich!
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|
| [israel/palästina] |
28.09.2002 |
|
| Interview
mit einer israelischen Feministin
New
Profile heißt eine israelische Gruppe, die ihr Land aus einer
feministischen Perspektive kritisiert. Haggith Gor Ziv ist Mitgegründerin
und Aktivistin von New Profile
"Dem
setzen wir ein Netzwerk von Gruppen und Individuen entgegen, die
dem patriarchalen Idealbild des starken Mannes nicht entsprechen
und die deshalb in der israelischen
Gesellschaft ausgegrenzt werden"
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|
| |
| Aufruf
gegen den drohenden Irakkrieg
Stoppt den Krieg gegen den Irak!
Bedingungslose Aufhebung aller Sanktionen!
Schluss mit den Bombardierungen!
Die
USA und Großbritannien forcieren derzeit ihre Planungen für
einen neuen Krieg gegen den Irak. Bereits Anfang September diesen
Jahres flogen alliierte Kampfjets die größten Luftangriffe
seit 1998 gegen Luftabwehranlagen südwestlich von Bagdad. Nachdem
der US-Geheimdienst CIA Anfang September eingestehen musste, dass
keine Verbindung zwischen Bagdad und dem Al-Qaida-Netzwerk besteht,
heißt es nun, dass vom Irak eine Bedrohung mit nuklearen Waffen
ausgehe. Doch der dafür zitierte Bericht des Internationalen
Instituts für Strategische Studien besagt, dass Bagdad heute
in allen militärischen Bereichen weitaus schwächer ist
als vor dem Golfkrieg 1991. Ein anderer Bericht der Internationalen
Atomenergiebehörde, auf den sich der US-Präsident beruft,
existiert nach Aussage der Atomenergiebehörde in Wien überhaupt
nicht. [...]
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|
| |
| »Wir
haben große Erwartungen
an die europäische Linke«
Interview
mit Serkan Hozat, KADEK
"[...]
Der KADEK ist ein Kongress, in dem alle Parteien oder Organisationen
sich beteiligen, und zwar auch jene, die nicht aus dem türkischen
Teil Kurdistans kommen (Iran, Irak, Syrien). Da die Situation in
den kurdischen Gebieten unterschiedlich ist, je nachdem, in welchem
Staat sie sich befinden, war es notwendig, dem durch eine relativ
offene und flexible Struktur Rechnung zu tragen. Früher gingen
wir relativ direkt mit der eigenen Ideologie an die Dinge heran,
das war im Irak z. B. nicht möglich. Die neue Struktur ermöglicht,
dass Organisationen, die dem jeweiligen Klima und Kulturniveau angepasst
sind, in den KADEK, eingebunden werden.[...]"
Serkan
Hozat nahm als Vertreter des KADEK am Antiimperialistischen Camp
in Assisi teil. Das Interview führte Tim Neuendorf , Mitglied
der Red Community NRW.
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| Stoppt
die angloamerikanischen Bomben auf den Irak! Stoppt den Krieg!
Über 100 britische und US-amerikanische Kampfflugzeuge
haben am 06. September den Irak bombardiert.
Jenseits
der westlichen Medienöffentlichkeit findet seit dem "Ende"
des Golfkrieges 1991 eine permanente militärische Aggression
gegen den Irak statt. Immer wieder wird dieses Land und seine Bevölkerung
bombardiert, immer wieder wird dies vom Westen als Akt der "Selbstverteidigung"
dargestellt. Doch das Gegenteil ist der
Fall, wie es sich in den Kriegsdrohungen der US-Regierung gegen
den Irak zunehmend zeigt.
Offensichtlich
ist, dass der geplante Feldzug gegen den Irak angloamerikanischen
geostrategischen Interessen entspricht und dazu dienen soll, endlich
direkten Zugriff auf das irakische Erdöl zu bekommen. Dabei
interessiert es die herrschenden Kreise in den USA herzlich wenig,
ob dies mit oder ohne UN-Mandat geschieht. Das Hauptziel des drohenden
Krieges ist es, in Bagdad ein US-höriges Regime zu installieren.
Mit
"Demokratie" und "Menschenrechten" hat dies
nichts zu tun. Die irakische Bevölkerung leidet seit dem Ende
des Golfkrieges 1991 unter einem vernichtenden Hungerembargo. Schätzungen
der UNO gehen davon aus, dass mehr als eine Million Menschen in
Folge des Embargos sterben mussten - wegen Mangelernährung,
fehlender medizinischer Versorgung usw. Die ehemalige US-Außenministerin
Madeleine Albright bezeichnet diese Toten als sogenannte "Kollateralschäden".
Dies zeigt in aller Klarheit, was von den Verlautbarungen der USA
und ihrer Verbündeter über Menschenrechte zu halten ist.
Die
BBC behauptet, die gestrigen Angriffe dienten "lediglich"
dazu, den Druck auf den Irak zu erhöhen. Zudem sei das eine
einmalige Aktion gewesen, was angesichts der bereits seit Jahren
andauernden Aggression mehr als gelogen ist. Jedes Schulkind ahnt,
dass gestern nichts anderes versucht worden ist, als dem nächsten
großen Krieg gegen den Irak den Weg zu ebnen.
Stoppt
die Kriegstreiber! Wer Frieden will, muss jetzt seine Stimme erheben!
Stoppt
den Krieg, ob mit oder ohne UN-Mandat!
Organisiert
Kundgebungen und Demonstrationen und beteiligt euch an den Aktivitäten
der Friedensbewegung gegen den neuen Krieg!
07.09.2002
Antifaschistisches Komitee Duisburg
info@antifakomitee.de
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| [israel,
palästina] |
April
2oo2 |
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| dokumentiert:
Solidaritätserklärung der Autonomen
Antifa Lüdenscheid, Antifaschistischen Aktion Leverkusen und
der Roten
Aktion Duisburg
Schluss
mit der Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung!
Solidarität
mit dem palästinensischen Widerstand!
Es
gibt in dem Konflikt zwischen dem israelischen Staat und der palästinensischen
Bevölkerung keine Waffengleichheit. Die jetzige Zuspitzung
des Konfliktes ist ein Ergebnis der unnachgiebigen Kriegspolitik
des israelischen Staates unter Ariel Scharon. Realistisch gesehen
kann der Krieg nur durch die Anerkennung des Rechts auf Selbstbestimmung
für die Palästinenser beendet werden.
[...]
»
lesen
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| [türkei,
kurdistan] |
März
2oo2 |
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| Geschichte
der Gefangenenwiderstände in Türkei/Kurdistan seit dem
Militärputsch 1980
Ein
Artikel des Antifaschistischen Komitees Duisburg
Die Geschichte der politischen Gefangenen in Türkei/Kurdistan
ist eine Geschichte mit einer langen Tradition. Um zu verstehen,
warum die Gefangenen einen großen Platz in der demokratischen
und radikalen Linken in der Türkei einnehmen, muss man wissen,
wie repressiv der türkische Staat gegen jegliche Art von Opposition
vorgeht und dabei nicht vor Folter und Mord an den 10.000 politischen
Gefangenen zurückschreckt.
aus dem Inhalt: 1. Die Situation nach dem
Militärputsch | 2. Die Situation der Gefangenen 1980 bis 1984
| 3. Exkurs: Die Situation der Frauen im Gefängnis | 4. Die
Situation der Gefangenen von 1985 - 1991 | 5. Die Situation der
Gefangenen im Jahre 1991 und das Anti-Terror-Gesetz | 6. Exkurs:
Die Gefangenenkollektive | 7. Exkurs: Die Isolationshaft | 8. Die
Situation der Gefangenen ab 1993 und das Todesfasten 1996 | 9. Landesweite
Einführung der Isolationshaft und Situation der Gefangenen
ab 1997
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Nachrichten
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Seit
nunmehr 20 Jahren sitzt der schwarze Journalist auf Grund der rassistischen
amerika-nischen Justiz in der Todeszelle.
Freiheit für Mumia
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